Super 8 Film-Musik

Fahrt von Ost Berlin/Bahnhof Friederichstraße über die Absperranlagen der Mauer, am Wachturm vorbei nach Westberlin. 10 Jahre vor dem Mauerfall. Die schwangere Auster befindet sich wenige Monate vor Ihrem Einsturz. Liebe die schwangere Auster, die Kongresshalle, sehe ich sie, denke ich an meinen Vater, der als Ingenieur an ihrem Bau beteiligt war. Der sich Karfreitag 69 von hier verabschiedete, sozusagen eine Spätfolge der Rassenpolitik dieses kleinen Orators, des Österreichers, der mit dem kleinen Schnurbart, der GÖRFAZ. Größte Kriegsherr aller Zeiten. Hahaha. Merci Mr. Chaplin, verdanke Ihnen ein wenig Plaisier, trotz allem.

Musik, erste Blässe Single „Lieben Sie Saxofon“ mit Brigitte Bühler Gitarre, Xao Seffcheque am Bass, ich spiele das Saxophon, zwei Spuren. Merci an Glenn O`Brien, den Musikkritiker , INTERVIEW,  er schrieb  darüber. Lieben Sie Saxofon, im November 80 aufgenommen, im November 79 entwickelt, bei Arleen Schloss im Badezimmer zusammen mit SAMO. Die S-Bahnen im Film, über vierzig Jahre alt. Das Monatsticket für Studenten 1979 DM 7,80. Mag die Architektur der Bahnhöfe, das Graphische, das Klare.

 

1981 publizierte Klar 80! zwei Kassetten und eine LP von BLÄSSE, Titel: MASSA, 3 LPs zusammen mit „EKG“ und „Strafe für Rebellion“. Die „Sounds“ besprach alle Werke.  „Lieben Sie Saxofon“, die Super 8 Filmmusik besprach Glenn O`Brien im“Interview“ Magazin von Andy Warhol. Das „Tempo“ Magazin  schrieb 09/1983 in einem Artikel über Joachim Witt auch über Blässe.

Blässe

Bernward Malaka, Brigitte Bühler, Xao, Eva G. Lieben Sie Saxophon, Venus in der Oper, EMIL 1

Alexander von Borsig, Arleen Schloss, Eva G. Düsseldorf

Arleen, Eva SO 36, Berlin

BLÄSSE (Düsseldorf) : „Live“

1980/Klar!80/81 Buhuu 8

Geniale C-30 der Band

„Cassetten als Medium für Unfertiges, Freies oder Unverkäufliches. Blässe(Eva Maria Gössling-Sax,Xao-S.Drums und Synthie und Brigitte Bühler-Gitarre und Baß)haben die atmosphärischen improvisierten, tastenden Anfänge ihrer Zusammenarbeit auf Tape gebannt. Lange, monotone, repetitive Figuren, darüber das Saxophon stets Ängste artikulierend, spitz und fragil. Der Umgang mit Intensitäten,der Aufbau der vier langen Stücke erinnert an Free Jazz der Mittsechziger. Das vierte Stück, das als einziges 1981 aufgenommen wurde(„Taktlose Klapperschlange“)fällt auf. Hier spielen vor allem Gitarre und Saxophon viel mutiger und selbstvergessener und wenn man nach einer gradezu berstenden Phase plötzlich in die Stille fallengelassen wird…“ Diederich Diederichsen aus Sounds 5/81