Sax

on a flying carpet

Returns the night and suffers with. Sounds to disappearance. Brigitte: Fender. Eva: Selmer.

Fahrt von Ost Berlin/Bahnhof Friederichstraße über die Absperranlagen der Mauer, am Wachturm vorbei nach Westberlin. 10 Jahre vor dem Mauerfall. Die schwangere Auster befindet sich wenige Monate vor Ihrem Einsturz. Liebe die schwangere Auster, die Kongresshalle, sehe ich sie, denke ich an meinen Vater, der als Ingenieur an ihrem Bau beteiligt war. Der sich Karfreitag 69 von hier verabschiedete, sozusagen eine Spätfolge der Rassenpolitik dieses kleinen Orators, des Österreichers, der mit dem kleinen Schnurbart, der GÖRFAZ. Größte Kriegsherr aller Zeiten. Hahaha. Merci Mr. Chaplin, verdanke Ihnen ein wenig Plaisier, trotz allem.

 

 

Ratinger Hof, R.A. Penck, Nachdenkliche Wehrpflichtige, Düsseldorf.

Aufregender Höhepunkt im Ratinger Hof die Wahlparty, Finger für Deutschland, von Carmen Knoebel organisiert. Carmen, die Grand Dame des Hofes, Gattin von IMI, dem kleinen IMI.  R. A. Penck las Gedichte,  beklopfte  mit einem Geldstück das Mikrofon, megaschrill. Riesenpublikum als Mittagspause, Punk-Kult-Band mit Janie Jones, Markus Oehlen und Franz Bielmeier spielten. Danach die Nachdenklichen Wehrpflichtigen. Frieder Butzmann von Liebesgier aus Berlin am Tenor-Sax,  Albert Oehlen, Ulrike Harbig und ich Alt-Sax, Diederich Diederichen bediente die Bontempi Kinderorgel, Markus Oehlen und Xao am Schlagzeug,  knüppeldick  die Schlagzeugstöcke, sie trugen Bauarbeiterhandschuhe.

Zusammen hatten wir noch nie gespielt. Vor dem Auftritt ein Gerneralpröbchen im Bierkeller, dann musste das Publikum dran glauben. Michael Schirner, man nannte ihn Werbepapst, stand vor der Bühne. Stand  nach zwanzig Minuten ziemlich alleine. Unausgesprochenes musikalisches Motto, Härtetest fürs Publikum. War er taub,  der Herr Schirner,  heute Professor in Tokio,  oder Peking?  Er schaute so begeistert. Wir hatten Spaß, den richtigen Heidenspaß. Die Menüfolge: 100 Mann und ein Befehl. Schreibe vom Bierkeller  Musikmanuskript ab, das habe ich, auf dem Skizzenpapier vom Albert Oehlen, mit Bleistift notiert, damals im stinkenden Bierkeller des Ratinger Hof. Typisch geniale Dilletanten.  Sie sollen auch Ihren Heidenspaß haben. Bitte schön, hier ist er,  aus der Retorte:

Die Ouvertüre.

100 Mann und ein Befehl

S+S Gejaule, Tenor + Alt Sax

Tiefer Ton, Text

Gott – Rhythmus – Gesang

Mittelteil – abgekacktes Gejaule

endet: und nun auch das noch

g – eef, g –eef

Der zweite Beitrag.

Krefeld bohrt nach Oehlen.

Das übernahmen Albert Oehlen und Diederich Diederichsen.

Diederich Diederichsen trug damals Schiesser Feinripphosen, die damals, im Gegensatz zu heute, nicht in Mode waren. Feinripp war also mal punkig. Schiesser auch. Sorry lieber Marketingleiter,

wahr ist wahr. Wahr ist auch, Monate nach dem Konzert, konnte Herr  D. D. uns nicht Grüßen.  Sind so Hamburger Intellektuelle? Haben von  Höflichkeit  wenig  Ahnung,  dafür dann aber ordentlich.

Der Dritte.

Schwierigkeiten

Gehauchtes Saxophon und Bontempi

Der Vierte.

Er steht im Tor

Wenn es sein muss

Er steht im Tor

Frühling, Sommer, Herbst……

a-f-e-d und ich dahinter

Der Fünfte.

Ali

Der Sechste.

Pionier zu sein fetzt ein

Prächtiges  Saxophon Solo

Der Siebte.

Ich zieh die Jacke aus Mao

Orgel + Text

Rhythmisches Funkychaos

Rhythmische Gitarre

Unterbrochen durch Nihilismus

Leben Sie noch? Hallo ist da Jemand ? Das war Carmen Knoebels Ratinger Hof. Danach wurde getanzt. Bis zum Umfallen. Tanzen, ich tanze, ich lebe. Markus Oehlen legte auf, Markus, dieser Mann mit dem Lächeln, das  Sie die  Madonna vom Louvre in den Müll kloppen können.