Die Wahrheit einer Absicht ist die Tat. Hegel. Teil II

Fortsetzung zum Beitrag vom 13. Juli, weiter unten: Kleine Historie Stahlwerksynfonie 1981 meldete Eva das Werk für alle 5 Urheber der Gema. 1984 erfuhr sie durch Bernward von den Gemaaus- schüttungen an ihn und Jürgen, jeder je 50%. Davon zahlte Bernward Eva einen Anteil (10%) aus. Jürgen wollte nicht teilen, es kam zum Prozeß.

Teilen, auch eine mathematische Disziplin …jeder der 5 Miturheber erhält zeitgleich von sämtlichen Erlösen je 20%, waren ja Punkzeiten, es sollte alles fair sein….. Nun aber hält die Hälfte der Rechte an der Stahlwerksynfonie seit 2002 (?) der Musikverlag Discoton/SonyBMG. Jürgen übertrug diese. Discoton ist informiert und sucht eine Lösung. Die Gemakonten sind bis zur nächsten gerichtlichen Klärung gesperrt. Teilen ist auch eine ethische Diziplin und auch die wird geschlabbert.

Multiplizieren, noch eine mathematische Disziplin …gibt es eine Stahlwerksynfonie von „Die Krupps“? Nein, es gibt zwei. Nein, es gibt nur eine Einzige, die im CAN Studio aufgenommene. Sie hat bei der Gema zwei Werknummern und zwei Titel. Mal heißt sie Stahlwerksinfonie, mal Stahlwerksymphonie. Dies widerspricht den Gema-Statuten und jeder Logik. 1991, ten years after, meldete Ralf Dörper das Werk zum zweiten Mal der Gema. In denglisch: Stahlwerksymphonie, hier sind, im Gegensatz zur Stahlwerksynfonie, alle Urheber genannt. Hier gab es, nie bestritten, kleine Beträge, insgesamt unter € 700,00 in 17 Jahren. Da diese kamen, gab es auch nie Zweifel. Ob dies dem tatsächlichen Income entspricht wird sich klären, und überhaupt: wieso die zweite Gemaanmeldung mit leicht anderem Titel? Die Gema weiß erst seit kurzem das die beiden Werke in echt eins sind. Und nicht vergessen: die dritte Fassung: Stahlwerksynfonie live. Frank am Schlagzeug, Eva am Sax. Beide nicht im Gema Werkverzeichnis eingetragen, siehe unten.

Gema- und Verkaufserlöse aus den Stahlwerksynfonie CDs gab es keine. Diese sorgte von 94 bis 97 allein in Deutschland für Verkaufszahlen, die alle uns bekannt gewordenen nationalen und internationalen übertreffen.

Idee Puddingsynfonie hört sich interessant an? Kann auch eine Bügeleisensynfonie oder eine Dieselmotoren- synfonie sein. Und wenn nun ein Leser ein musikalisches Werk unter dem Titel rausbringt, so wäre nicht der Ideenhaber der Urheber, sondern der, der sie komponiert, spielt. Schutzfähig ist die individuelle Ausgestaltung. Nicht die Idee zur Puddingsynfonie, oder zur Stahlwerksynfonie. Siehe UrhG.

Mißbrauch des Internet, liebes Internet, wir danken Dir. Dir und nur Dir ist zu danken, die vielen Neu-Publikationen entdeckt zu haben. Merci!

Argee Gleim Bandfotograph der ersten Jahre. Auch er nicht informiert, dass seine Bilder wieder und wieder genutzt wurden. Ohne Honorar.

Stahlwerksynfonie ist Rythmus, ist Frank Köllges zu einem nicht unerheblichen Teil. Wäre sie ohne Frank, zur Platte der Woche beim New Musical Express mutiert? Wer hat Angst vor elektrischen Geräten, hier zu hören, das Stück von Vorsprung (ex-Male) kurz bevor die Stahlwerksinfonie entstand. Der immense Break vom punkig-popigen Vorsprung Sound zum ersten Krupps Werk verdankt sich mehreren Faktoren, die Jürgen und Bernward nicht verantworten: u.a. dem Free Jazz und damit die Aufhebung der Trennung zwischen Klang und Geräusch, Frank Köllges Spezialität, dem Uher Report, den Georg Gößling 65, 66 und 67 zusammen mit seiner Tochter/Eva im Käfer nach Donaueschingen zu den Konzerten expeditierte. Peter Hein verdankt sich die Produktion und der coole Sound Rene Tinner/CAN Studio und vor allem Conny Plank.


Ein Gedanke zu „Die Wahrheit einer Absicht ist die Tat. Hegel. Teil II

  1. Da ich hier angesprochen bin, mache ich mal eine Randnotiz.
    Ich habe mich völlig aus dem Musikbusiness zurückgezogen. Das schon seit Langem. Damals, in der Wende der 70er zu den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts, ging es eben nicht um Business sondern um Spaß am Machen. Das habe ich seinerzeit dokumentiert und ein wenig dazu gehört.

    Ich habe jetzt weder mit den Befindlichkeiten von Künstlern noch mit morastigen Geschäftshubeleien von Verlagen und Labels zu tun und das ist gut so.

    Heute gehe ich langsam durch die Stadt und fange Normalität ein und veröffentliche sie teilweise in meinem Blog. Die Fotos spiegeln das Normale, Alltägliche in einer Weise wieder, dass sie kaum bemerkt werden. Nichts Spektakuläres.

    Manchmal holt mich die Vergangenheit ein. Dann habe ich es mit renommierten Verlagen zu tun und bekomme mein gutes Geld, wie es unter gestandenen Leuten Usus ist.

    Ja, da sind ein paar Sachen unter dem Signum ‚Krupps’ veröffentlicht worden, von denen ich keine Ahnung hatte (habe?) und nie einen Cent oder ein Belegexemplar gesehen habe. Sicher, dass hätte auch anders laufen können. Das ist Jahre her und kein graues Haar wert.

    Ich weiß mit meiner Zeit Besseres anzufangen und gehe weiter langsam durch die Stadt. Vielleicht treffe ich Euch, die Leser dieses Blogs, ja mal in der Stadt. Dann können wir uns auf eine Bank setzen und ein wenig plaudern. Ich hab’ Zeit.

    Es grüßt in alter Frische und ein wenig verschmitzt schmunzelnd ar/gee gleim

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