Advertising is like love…

…the more you analyse it, the faster it disappears. Bill Bernbach. Heute sollte man eine Mafo-Agentur haben, erzählte mir vor einigen Tagen eine selten freundliche Agenturinhaberin. Wieso? Für Mafo wird mittlerweile mehr Geld ausgegeben, als für die Entwicklung von Kampagnen. Dabei wissen wir doch alle, in einer Testsituation sind die wenigsten authentisch. Sagen nicht das, was sie wirklich denken und fühlen. Ein Test ist die Hochzeit des Über-Ich, nicht des Es. Richtig große Kampagnen wie z.B. der Persil Onkel, Jägermeister, Fiat Panda, also Kampagnen über die man sprach, die etwas bewirkten, wurden entweder gar nicht getestet, 40 Testpersonen – hahaha, oder fielen durch und wurden trotzdem geschaltet. Wieso? Weil die Verantwortlichen sich auf ihr gutes Bauchgefühl verliessen. Advertising is like love…. und ich behaupte, deswegen ist Werbung heute zum Großteil auch noch grottenschlechter als vor zwanzig Jahren. There is no love anymore, only jung, dynamische BWler, well educated, sitting in an ivory tower.  

Einfache, subtile Markensignale sind im Stande Handlungen auszulösen. Dieser Ablauf dringt nicht in das Bewusstsein vor und es ist auch nicht möglich Auskünfte darüber zu geben (Scheier, Held, Was Marken erfolgreich macht (2007) S.55 f, Haufe). Und: wie kann man etwas testen, über das keine Auskunft gegeben werden kann? Please tell me.