Love me please, Michel Polnareff

die Scheibe, so sagte man in den Siebzigern, ruhte in der Musikbox des Einhorns, Ratinger Straße, Düsseldorf. 5 Scheiben abspielen machte ne Mark. Warf eine ein, drückte 5 x Love me, please love und die Musikbox spielte einmal, zweimal, dreimal Love me. Da kam ein Herr, lächelte und scheuerte mir Eine. Die Bedienung spendierte Likör, Trost zum Trinken sozusagen und es spielte zum vierten Mal und dann zum fünften Mal Love me, please love me. Was Uwe, Helmut und Jörg, Freunde, ebenso amüsierte, wie andere Gäste .Mein leider schon 93 verstorbener Freund Detlef Radloff erzählte mir, dass man mir an dem Abend im Herbst 76 „Pipi Langstrumpf“ als Spitznamen verpasst hätte. Gibt allerdings ne bessere Version, diese jedoch ohne laufende Bilder. Schade das es kaum noch Musikboxen gibt.

Die Wahrheit einer Absicht ist die Tat. Hegel. Teil II

Fortsetzung zum Beitrag vom 13. Juli, weiter unten: Kleine Historie Stahlwerksynfonie 1981 meldete Eva das Werk für alle 5 Urheber der Gema. 1984 erfuhr sie durch Bernward von den Gemaaus- schüttungen an ihn und Jürgen, jeder je 50%. Davon zahlte Bernward Eva einen Anteil (10%) aus. Jürgen wollte nicht teilen, es kam zum Prozeß.

Teilen, auch eine mathematische Disziplin …jeder der 5 Miturheber erhält zeitgleich von sämtlichen Erlösen je 20%, waren ja Punkzeiten, es sollte alles fair sein….. Nun aber hält die Hälfte der Rechte an der Stahlwerksynfonie seit 2002 (?) der Musikverlag Discoton/SonyBMG. Jürgen übertrug diese. Discoton ist informiert und sucht eine Lösung. Die Gemakonten sind bis zur nächsten gerichtlichen Klärung gesperrt. Teilen ist auch eine ethische Diziplin und auch die wird geschlabbert.

Multiplizieren, noch eine mathematische Disziplin …gibt es eine Stahlwerksynfonie von „Die Krupps“? Nein, es gibt zwei. Nein, es gibt nur eine Einzige, die im CAN Studio aufgenommene. Sie hat bei der Gema zwei Werknummern und zwei Titel. Mal heißt sie Stahlwerksinfonie, mal Stahlwerksymphonie. Dies widerspricht den Gema-Statuten und jeder Logik. 1991, ten years after, meldete Ralf Dörper das Werk zum zweiten Mal der Gema. In denglisch: Stahlwerksymphonie, hier sind, im Gegensatz zur Stahlwerksynfonie, alle Urheber genannt. Hier gab es, nie bestritten, kleine Beträge, insgesamt unter € 700,00 in 17 Jahren. Da diese kamen, gab es auch nie Zweifel. Ob dies dem tatsächlichen Income entspricht wird sich klären, und überhaupt: wieso die zweite Gemaanmeldung mit leicht anderem Titel? Die Gema weiß erst seit kurzem das die beiden Werke in echt eins sind. Und nicht vergessen: die dritte Fassung: Stahlwerksynfonie live. Frank am Schlagzeug, Eva am Sax. Beide nicht im Gema Werkverzeichnis eingetragen, siehe unten.

Gema- und Verkaufserlöse aus den Stahlwerksynfonie CDs gab es keine. Diese sorgte von 94 bis 97 allein in Deutschland für Verkaufszahlen, die alle uns bekannt gewordenen nationalen und internationalen übertreffen.

Idee Puddingsynfonie hört sich interessant an? Kann auch eine Bügeleisensynfonie oder eine Dieselmotoren- synfonie sein. Und wenn nun ein Leser ein musikalisches Werk unter dem Titel rausbringt, so wäre nicht der Ideenhaber der Urheber, sondern der, der sie komponiert, spielt. Schutzfähig ist die individuelle Ausgestaltung. Nicht die Idee zur Puddingsynfonie, oder zur Stahlwerksynfonie. Siehe UrhG.

Mißbrauch des Internet, liebes Internet, wir danken Dir. Dir und nur Dir ist zu danken, die vielen Neu-Publikationen entdeckt zu haben. Merci!

Argee Gleim Bandfotograph der ersten Jahre. Auch er nicht informiert, dass seine Bilder wieder und wieder genutzt wurden. Ohne Honorar.

Stahlwerksynfonie ist Rythmus, ist Frank Köllges zu einem nicht unerheblichen Teil. Wäre sie ohne Frank, zur Platte der Woche beim New Musical Express mutiert? Wer hat Angst vor elektrischen Geräten, hier zu hören, das Stück von Vorsprung (ex-Male) kurz bevor die Stahlwerksinfonie entstand. Der immense Break vom punkig-popigen Vorsprung Sound zum ersten Krupps Werk verdankt sich mehreren Faktoren, die Jürgen und Bernward nicht verantworten: u.a. dem Free Jazz und damit die Aufhebung der Trennung zwischen Klang und Geräusch, Frank Köllges Spezialität, dem Uher Report, den Georg Gößling 65, 66 und 67 zusammen mit seiner Tochter/Eva im Käfer nach Donaueschingen zu den Konzerten expeditierte. Peter Hein verdankt sich die Produktion und der coole Sound Rene Tinner/CAN Studio und vor allem Conny Plank.


Johnny macht Elvis

ein kleiner Troost, für Johnny Cash Fans? Nach dem ergreifend hinreißend-traurigen Hurt Video kleine Portion Humor a la Cash? Johnny Cash macht Elvis Presley nach. since my Baby left me. Auch schön Mr. Cash mit Ghostriders in der Muppet Show. Und weils so schön ist, solls auch so schön bleiben, mit Highwayman von den Highwayman Willie Nelson, Waylon Jennings, Kris Kristofferson und Johnny Cash. Kleines Video zur Kooperation Rick Rubin/Johnny Cash

9927349 youtube Views für Hurt

Hurt. Geschlagen. Johnny Cash ein Jahr vor seinem Tod.

What have I become
My sweetest friend
Everyone I know goes away
In the end
And you could have it all
My empire of dirt….

Es zieht die Schuhe aus. Bin sehr gerührt, wundere ich mich? neunmillionenneunhundertsiebenundzwanzigtausenddreihundertneunundvierzig mal gespielt. Ansehen? Ansehen ! Hurt Top 100 der Videocplis von Michael Kavkas/Die Zeit:“ Selten war einem der Künstler in einem Video so nah. Johnny Cash, der einsame, angsterfüllte, dem Tod geweihte, große, würdevolle Mann. Und wenn er am Ende den Pianodeckel schließt und mit den Händen darüber streicht, ist man spontan geneigt, eine Gedenkminute einzulegen“. Kavkas: Platz 3 für dieses Video. Justin Timberlake zur MTV Award Vergabe: „Cash habe mit Hurt den Preis für das beste Pop-Video mehr verdient als er“.

Kenne einige, die Gedenkstunden einlegen. Hurt produzierte Rick Rubin, der am 11. September 2003 mit Johnny Cash telefonierte. Neue Abmischungen von Unearthed seien per Post unterwegs. Die konnte er nicht mehr hören, einen Tag später verstarb er. Der Text ist von NINE INCH NAIL, auch auf Youtube zu hören, but not as good as the way he did it. Empfehlen möchte ich Franz Dobler „The beast in me“, er schreibt wunderschön lebendig über „The Man in Black“, musste mehrmals heftig lachen. Auch demaskiert er die Nashville-Country-Radio Mafia, die u.a. Johnny Cash American Recordings boykotierte. Und was tat Johnny? Er schaltete eine Anzeige, die die ihn mit Stinkefinger zeigt. Hut ab, und mehr: zu sehen in Doblers Buch. Dobler erzählt u.a. über Johnny`s „Abschiedsgeschenk“ für eine ignorante Recordcompany. Köstlich und empfehlenswert. Das Video dazu: „Chicken in black“

Gebt mal Feedback, please.

Blässe

Bernward Malaka, Brigitte Bühler, Xao, Eva G. Lieben Sie Saxophon, Venus in der Oper, EMIL 1

Alexander von Borsig, Arleen Schloss, Eva G. Düsseldorf

Arleen, Eva SO 36, Berlin

BLÄSSE (Düsseldorf) : „Live“

1980/Klar!80/81 Buhuu 8

Geniale C-30 der Band

„Cassetten als Medium für Unfertiges, Freies oder Unverkäufliches. Blässe(Eva Maria Gössling-Sax,Xao-S.Drums und Synthie und Brigitte Bühler-Gitarre und Baß)haben die atmosphärischen improvisierten, tastenden Anfänge ihrer Zusammenarbeit auf Tape gebannt. Lange, monotone, repetitive Figuren, darüber das Saxophon stets Ängste artikulierend, spitz und fragil. Der Umgang mit Intensitäten,der Aufbau der vier langen Stücke erinnert an Free Jazz der Mittsechziger. Das vierte Stück, das als einziges 1981 aufgenommen wurde(„Taktlose Klapperschlange“)fällt auf. Hier spielen vor allem Gitarre und Saxophon viel mutiger und selbstvergessener und wenn man nach einer gradezu berstenden Phase plötzlich in die Stille fallengelassen wird…“ Diederich Diederichsen aus Sounds 5/81

Josef Brodsky

Brodsky schrieb Venedig Literatur Fondamenta degli Incurabili, Ufer der Unheilbaren – würde ich es übersetzen. Heißt aber: Ufer der Verlorenen; dabei fühlt man sich als Leser so gar nicht verloren in diesem Werk. Ein Satz daraus „Das Schiff fuhr langsam durch die Nacht, wie ein schlüssiger Gedanke durch das Unbewußte“. Man könnte versucht sein, sofort nach Venedig reisen zu wollen. Eine Empfehlung, wählen Sie auch Brodsky`s bevorzugten Venedig Monat. Das gleiche für den Osten: Erinnerungen an St. Petersburg. Der Nobelpreisträger zum Hören. Merci Youtube, Club der toten Dichter.

Die Wahrheit einer Absicht ist die Tat. Hegel.

Die Stahlwerksinfonie, das Erstlingswerk von „Die Krupps“ 1981 und, damals für eine deutsche Band ausgesprochen selten; Platte der Woche beim New Musical Express/London. 1985, im Namen des Volkes, entschied das Amtsgericht Düsseldorf: Jürgen Engler darf nicht und entgegen der vertraglichen Vereinbarung, 50% der Gemaanteile für sich behalten. Er muss teilen.

Im Oktober 2007 entdeckten Frank Köllges und Eva Gößling eine Fülle von Neu-Publikationen der Stahlwerksynfonie im Internet: Energy Records Schweden, Captain Trip Records Japan, Cleopatra Records USA, Mute Records GB, Elektra/Wea, Rough Trade u.a. mal als LP, als CD, als Kassette und als Box. Normalerweise ist man als Mit-Urheber informiert, wird das Werk neu rausgebracht. Normalerweise unterschreibt man auch einen Verwertungsvertrag mit einer Plattenfirma. Normalerweise erhält man auch Beleg-Exemplare. Und, und das auch normalerweise: man erhält eine Abrechnung von der Gema. Wer aber erscheint da z.B. in diesen Gema Unterlagen? Frank nicht. Eva auch nicht.

Die Wahrheit einer Absicht ist die Tat Um Einblick in die Verträge und Abrechnungsunterlagen gebeten, erfuhren wir, es gäbe sie nicht mehr, das sei alles so lange her. Die Verträge und Abrechnungen sind aber doch noch da: bei den Plattenfirmen. Diese würden Einblick gewähren, allerdings müßten die Vertragspartner Jürgen Engler bzw. Ralf Dörper dem zustimmen, was sie nicht tun. Warum nicht? Weil es da nur um Peanuts geht, wie wir bei einem Frühstück mit Jürgen Engler erfuhren? Oder, weil die Wahrheit einer Absicht die Tat ist.

Im Namen des Volkes Was man schwarz auf weiß besitzt: Urteil Amtsgericht Düsseldorf 1985. Irgendwie vergaßen die Gema Begünstigen, obwohl noch im Gericht abgesprochen, Frank seinen Anteil, damals keine Peanuts, zu zahlen. Und heute? Macht 23 Jahre Zinsen obendrauf, insgesamt ca. € 3.300,00 von der ersten LP. Peanuts?